Bürgerbegehren Glas

Mitmachen! beim Bürgerbegehren Glas:

»Weg! mit den Containern«

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Die Einführung des Holsystems und der Gelben Tonne bietet die Chance, 

die Altglasentsorgung neu zu ordnen und die Containersammlung
in Wohngebieten und auf Grünflächen zu entfernen. 

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Bürgerbegehren

Glas:

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Mit Containern Glas im öffentlichen Raum zu sammeln, hat wenig Wirkung, aber gravierende Nebenwirkungen

Container – ein gescheitertes System

Das bestehende Container-Bringsystem für Behälterglas oft in Wohngebieten und auf Grünflächen war vielleicht einmal ein pragmatischer Versuch, Wertstoffe zu trennen – seine negativen Begleiterscheinungen – mangelhaftes Sammelergebnis, Vermüllung, Verkehr und Lärm – sind jedoch unübersehbar: 

Die Sammlung von Hausmüll auf öffentlichem Grund hat fatale Folgen.


•    Lärm und Ruhestörungen – zu jeder Tages- und Nachtzeit, ohne wirksame Sanktionierung.

•    illegale Müllablagerungen – derzeit fallen rund 80 Tonnen Müll pro Monat an den Containerstandorten an. Solange es Container im öffentlichen Raum gibt, wird dort Müll abgeladen.

•    soziale Verwerfungen – durch vermüllte Plätze, Sperrmüll, Ratten und Verunreinigungen in Wohngebieten

•    Wenig Wirkung, viel Nebenwirkung, geringe Sammelwirkung bei gleichzeitig hoher Belastung der Wohnumgebung


Die Zahlen sprechen für sich: In München werden über Glascontainer lediglich rund 17kg Glas pro Einwohner und Jahr gesammelt. Gleichzeitig landen rund 15kg Glas im Restmüll – fast die gleiche Menge. 
Hinzu kommen erhebliche Mengen, die in öffentlichen Abfallbehältern oder der Umwelt landen.
Wie viel ist unbekannt.

Die Sammelwirkung über Container ist somit gering – die Nebenwirkungen jedoch gravierend.

Glas ist zwar gut zu recyceln, aber nur wenn es gesammelt wird.


•  Offizielle INFA-Studie zur Glassammlung – Bericht: Packaging Journal

Die Studie kommt weiterhin zu dem Schluss, dass der Handel über die perfekten Orte für Sammelcontainer verfügt. Bürgerinnen und Bürger geben ihre Pfandflaschen und Leergut schon jetzt dort ab. Zusätzliche Sammelbehälter für Altglas würden ihnen die Entsorgung erheblich erleichtern. Supermärkte, Einkaufszentren, Tankstellen oder Getränkemärkte erfüllen bereits heute die zentralen Anforderungen an den optimalen Containerstandort, wie eine gute Erreichbarkeit, direkte Parkmöglichkeiten und ein sauberes Erscheinungsbild. Alle Ergebnisse zeigen in eine Richtung: Auch der Handel kann einen Beitrag für die Umwelt leisten und das Aufstellen von Altglascontainern auf ihren Parkplätzen ermöglichen. 


Wir fordern deshalb …

1.    Keine neuen Glascontainer in reinen Wohngebieten und auf Grünflächen
Diese Standorte sind sozial und ökologisch besonders sensibel. Die Belastungen durch Lärm, Müll und Verkehr widersprechen jeder Idee von Wohn- und Lebensqualität.


2.    Verhandlungen mit dem Dualen System über neue Rückgabestrukturen
Glas sollte dort zurückgegeben werden, wo es gekauft wird – an Supermärkten, Getränkemärkten, Tankstellen, Kiosken oder Einkaufszentren. Auch eine Vereinfachung der Sammlung (z.B. Einfarbsystem Einfarbsystem und kleinen 240 l Glastonnen bei Verkaufsstellen) kann ein schrittweiser Einstieg in ein Glas-Holsystem sein.

Auch Wertstoffmobile mit festem Fahrplan und Standzeiten in der Stadt sind eine gute und erprobte Möglichkeit Glas und andere Wertstoff bürgerfreundlich einzusammeln.


3.    Zusätzliche Standorte außerhalb sensibler Wohnlagen erschließen
Lärmverträgliche Plätze mit geeigneter Infrastruktur – etwa an Verkehrsachsen oder Gewerbestandorten – sollen genutzt oder neu ausgewiesen werden. Einige Glascontainer stehen bereits an solchen Orten und zeigen, dass die Nebenwirkungen der Containersammlung weniger spür- und sichtbar sind. Und langfristig keine Überlassung von öffentlichen Flächen an das DSD.


4.    Keine blinde Verdichtung bestehender Containerstandorte
Die AWM-Parole, künftig mehr Glascontainer an bisherigen Standorten aufzustellen, führt in eine Sackgasse: Mehr Container am gleichen Platz bringen nicht automatisch mehr Glas, aber sicher mehr Unmut. Widerstand ist vorprogrammiert – ohne spürbare Verbesserung der Sammelquote. 


5.    Freiwerdende Flächen sinnvoll nutzen!
Auf ehemaligen Containerplätzen können Bäume gepflanzt, Flächen entsiegelt und Aufenthaltsbereiche geschaffen werden – ein Gewinn für das Mikroklima und die Stadtgesellschaft. Das wäre ein sichtbares Zeichen für einen Wandel in der Stadtentwicklung.



Eine nachhaltige Glasentsorgung braucht andere Konzepte
als mehr Container an überlasteten Plätzen


Die Sammlung von Haushaltsmüll im öffentlichen Raum hat sich als unkontrollierbar und sozial unverträglich erwiesen. Nicht die Menschen sind das Problem, sondern das System. Müll zieht Müll an. Lärm, Schmutz und Vandalismus sind die Folgen. 

Wer die Lebensqualität in der Stadt steigern will, muss umsteuern – jetzt.

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